Interview mit mir selbst

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Di 23. Jun 2009, 13:02

Liebe Meta

Allllso. Solche Fragen habe ich hier nicht sooo gern, ist unser Insiderwissen. Das führt mich dazu, dir folgende Aufgabe zu erteilen: Blas mal 30 Ballone in leicht variierender Grösse auf, steck sie in einen Bettdeckenbezug und leg dich drauf. Und dann gibst du mir die Antwort --- Und ich schwöre, ich arbeite schon seit 5 Jahren bevorzugt mit kleinen Ballonen unter dem Kopf. Mindestens. Na ja, mindestens vier, wenn nicht sechs ...

Herzlich, Benita
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CIMG1813.JPG
Das Ballonbett gegen Bollermuskeln ....

Meta Schroll
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Meta Schroll » Di 23. Jun 2009, 10:58

Liebe Benita,
danke für den tollen Bericht. Dann war es ja doch gut das Wochenende. Du machst schon einen super Haufen (Weiber) aus uns.
Was ich dich schon lange fragen wollte, und immer vergessen habe - auch gleich in Zürich als du mir den Jonglierball unterm Kopf raus genommen hast und dafür mit einem kleinen Luftballon ersetzt hast - warum? Ist das nicht mehr aktuell mit dem Jonglierball ?
Hatte heute um 8 Uhr schon eine Privatstunde und abends noch mal eine. Dazwischen werde ich in homöopathischer Dosis trainieren.
Liebe Grüße
Meta

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Mo 22. Jun 2009, 13:27

Hallo, liebe Meta

11 Frauen aus Deutschland, Monika Hammer Dahinden sozusagen als (ausgesprochen würdige) Quotenschweizerin. Das ist ja schon eigenartig in dieser Schweiz. Da will zum Beispiel der Hebammenverband der Schweiz eine CANTIENICA®-Weiterbildung für die Hebammen, doch fragen sie nicht mich an, sondern versuchen eine Instruktorin zu überzeugen, für 2000 Franken (total) eine ganze Gruppe auszubilden, "bei unseren Recherchen wurde Ihr Name mehrmals positiv erwähnt". Ich hab's ja nicht so mit den Binsenwahrheiten, doch langsam finde ich: Die Prophetin gilt tatsächlich nichts im eigenen Land.

Das Beckenbodentraining lief toll, es war eine lernfreudige, humorvolle und sehr aktive Gruppe, viele sehr junge Frauen, und ich hörte aus der Gruppe schönes Feedback. "Die Ausbildung ist jeden Cent mehr als wert." "Solche Veränderungen in der Haltung so kurzer Zeit, das hätte ich niemals für möglich gehalten." "Das ist die kurzweiligste, interessanteste Ausbildung, die ich je absolvierte." "Die besten Handbücher, die ich kenne. Bei keiner Ausbildung in Deutschland habe ich je so tolle Unterlagen erhalten." Und: "Spitzenverpflegung. Einfach einsame Spitze." Da widersprach dann Christine, "in Würzburg bei Manuela Beck wird man sogar bekocht". Und ich versprach, hier zu schreiben: Wer's gern ländlich und familiär mag, ist in Würzburg und Olching bei Martina Neumayr an guten Adressen. Wer Urbanität mit dem schönen Zürcher See und dem schönen Zürcher Seefeld schätzt, passt in mein Studio. Berlin (im Studio von Lena Schneidewind) ist natürlich noch viel urbaner und aufregender als Zürich. (Ausbildungen, Daten siehe Kursprogramm auf http://www.cantienica.com.) Antonia Bousiou-Kalski assistierte und leitete zwei wunderschöne Lektionen an.

Besonderen Mut beweist T., "ich stecke in der Ausbildung zur Physiotherapeutin und will anschliessend mit der CANTIENICA®-Methode therapieren, die Grundsätze müssen Allgemeingut werden." Von mir wollte T. wissen, wie sie die Dozent/innen an ihrer Schule denn von der CANTIENICA®-Methode überzeugen könne. Ich musste laut lachen und riet: "Gar nicht. Missionieren geht nicht. Klappe halten, sonst fällst du durch die Prüfungen." Grosses Gelächter. Einige gute Tipps von Kolleginnen gab's dann doch für T., denn mehrere Teilnehmerinnen kommen aus der Physiotherapie, "weil diese Methode funktioniert, für einen selbst und für die anderen". Die eine hat während der Vorbereitungszeit für die Ausbildung schon einen schwerst inkontinenten Mann in die Selbstheilung begleitet, die andere wurde Schmerzen los, die sie seit 20 Jahren geplagt hatten ... Und so weiter und so fort.

So, jetzt versuche ich, zwischen zwei Gewitterfronten eine Joggingstunde zu platzieren. Vielleicht sind "die Hündeler" nicht unterwegs, und ich begegne dem Rudel äsender Rehe, wie am Samstagabend ...

Herzlich, Benita

Meta Schroll
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Meta Schroll » Mo 22. Jun 2009, 13:00

Liebe Benita,

nun ist das Ausbildungswochenende und dein Ausflug an die Wurzeln deines Schaffens auch schon rum. Hat sicher allen wieder viel,viel gebracht. Wünsche dir eine nette Woche.
Liebe Grüße
Meta

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Fr 19. Jun 2009, 12:24

:)
;)
:O

Liebe Meta

Danke für die Beschreibungen, und bum bone merk ich mir.

Nebenschauplatz
Eine kleine grosse Bitte an alle Insider/innen: Bittebitte mit CANTIENICA®-Bezeichnungen sorgfältig umgehen. Nie allein benutzen, nie ohne ®, möglichst auch nicht hier in diesem Forum. Denn nur so kann ich die Methode und euch schützen, sonst wird daraus Fön, Bostitch, Aerobic, Kleenex: Eine allgemein gebräuchliche Bezeichnung für Haltungsturnen. Das wär schaaaaade.

Steck in einer Beckenbodenausbildung. Fällt mir richtig schwer, mich ganz an den Anfang zurück zu versetzen, richtig schwer ...

Herzlich BC

Meta Schroll
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Meta Schroll » Fr 19. Jun 2009, 12:15

Liebe Benita,
danke für die Korrektur. Kaum zu glauben, welche Diskussionen wegen eines falschen Buchstaben entstehen. Fand es super.
Ja, wenn das mit dem homöopathischen Denken so einfach wäre: Ferseninnenseite in den Boden gedacht endet bei mir schon fast im Knickfuß. Bin halt ziemlich grobmotorisch veranlagt. Arbeite aber hart oder doch besser sanft an mir. Will Martina und mich nicht enttäuschen. Ich seh sie erst in 3 Wochen wieder. Bis dahin habe ich jede Menge Hausaufgaben auf.
Rückenlage - Beine gestreckt - einatmen SBH - ausatmen Beckenkamm diagonal in etwa 10 Punkten empfinde ich als einfach genial und weitmachend. Habe diese Übung diese Woche nun in 3 Einzelstunden gemacht und die Reaktionen waren schlichtweg ergreifend. Eine Dame hatte Schmerzen wie nach einer Beckenprellung und konnte am Abend fast nicht mehr gehen - hat sich aber am nächsten Tag nur noch wie Muskelkater angefühlt sprach von Hexerei und fühlt sich super, die nächste sah ein großes altes Vorhängeschloß und einen ewig tiefen schwarzen Brunnen, und der Dame heute ging es wie mir. Würde diese Übung wohl nicht in einer Gruppe bringen wollen, wegen der heftigen Reaktionen.
Meine absolute Lieblingsübung ist nun Große Hängebrücke li. SBH zur Mitte, gleiche Schulter weit und die re. Seite einfach fallen lassen. Das gibt ein Wohlweh ganz besonderer Art an den Kreuzbeingelenken und da kommt viel in Bewegung. Keine Angst, ich mach auch noch andere Übungen.
Hatte heute meine 1. Englischlektion in Cantienica. Eine australische Freundin hat mir geholfen. Muß noch etwas üben weil ich im August nach USA reise und dort meiner Freundin Cantienica näher bringe. Liebe Benita, so kommen Cantienica - und die "bum bones" (SBH) in den Mittleren Westen, nach Minnesota.

Liebe Grüße und ein schönes Wochenende
Meta

Susanne N.
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Susanne N. » Do 18. Jun 2009, 13:42

Benita Cantieni hat geschrieben:Oooch, ich hab im alten Forum so oft gehört, ich sei ja dumm, weil mir hin und wieder ein Vertipper unterlief -
BITTE?!? Haben manche Leute nix Besseres mit ihrem Tag anzustellen? Und: Ich liebe zwar das Esszett und bin froh, dass wir Deutschen es haben, aber, jo mei, Schweizer scheinen sich auch einwandfrei verständlich machen zu können. Sorgen gibts ...
Bübelbett: Man müsste mal Word ranlassen ... Das hat manchmal verdammt kreative und ungewöhnliche Ideen, wie ein Wort zu schreiben sei ...
Schönen Nachmittag!
Susanne

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Do 18. Jun 2009, 13:35

Oooch, ich hab im alten Forum so oft gehört, ich sei ja dumm, weil mir hin und wieder ein Vertipper unterlief - oder weil ich das ß als Schweizerin nicht konsequent einsetze – , da hau ich halt raus, was ich grad seh. Wenn ich es mir recht überlege, ist ein Bübelbrett viel schöner ...

;) BC

Susanne N.
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Susanne N. » Do 18. Jun 2009, 11:23

Hallo zusammen,
Benita Cantieni hat geschrieben:Ach, liebe Meta, ich find's auch herausfordernd, das neue Forum, es ist auch noch eine Baustelle. (Ich durfte das Bübelbrett schon zum Bügelbrett machen, oder?)
Benita, du korrigierst unsere Tippfehler?!? Sei bedankt, aber das ist schon fast zu viel der Ehre ... Gottseidank finden meine von Berufs wegen vorhandenen Adleraugen (ja, trotz dass ich ein Brillen-Blindfisch bin) das Meiste selber.

@Meta: Bin keine C-Kollegin im engeren Sinne, einfach nur eine hochmotivierte und glückliche Nutzerin der Methode.
Das mit dem homöopathischen Denken habe ich halt auch noch nicht so richtig auf Kommando drauf, irgendwie macht frau dann doch wieder zu viel, weil sie will, dass es weitergeht. Und es geht ja immer irgendwie weiter, das ist das Schöne. Der Leib, eine Baustelle, die nie fertig ist, eigentlich ist das genial. Wie ein Garten, da muss man ja auch fortwährend schneiden, jäten, graben, pflanzen, ernten ...
So, jetzt muss ich mir diese homöopatischen Fersen- und Fußkantengeschichten noch mal näher zu Gemüte führen. Ich ahne es, da ganz unten bei mir gibts auch noch weiße Flecken auf der Körperbewusstseinslandkarte ...

Grüße
Susanne

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Do 18. Jun 2009, 08:49

Ach, liebe Meta, ich find's auch herausfordernd, das neue Forum, es ist auch noch eine Baustelle. (Ich durfte das Bübelbrett schon zum Bügelbrett machen, oder?)

Denk auch leicht und weit, verlängere die Ferseninnenseite, statt -kante, Fussaussenseite, statt -kante, weisst, so homöopathisch wie nur möglich halt. Streichle die Sauboller von mir, die sind schon prima, und was darunter hervorkommt, wird sauprima sein, pata negra sozusagen.

Sei umarmt, Benita

Meta Schroll
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Meta Schroll » Do 18. Jun 2009, 08:32

Liebe Susanne,
es tut gut zu wissen, daß Kolleginnen auch ziemlich schlaue und hartnäckige Muskeln haben. Gestern Abend am Bügelbrett - aufspannen, Grundtonus im Bauch, Ferseninnenkante in den Erdkern fließen lassen, schnell noch an der Knieinnenseite eingeatmet, dem Satoriusverlauf folgend an der Hüfte ausgeatmet - um den starken Kerl auch noch eins auszuwischen - und ein halbes T-shirt weiter stell ich fest, daß wieder alles in sich zusammengesunken ist und ich fange wieder von vorne an. Das wird ein anstrengender, aber hoffentlich lohnender Sommer. Sicher auch für dich.
Liebe Grüße
Meta

Liebe Benita,
entschuldige, wegen der zweimalingen Einstellung, aber mit dem neuen Forum hab ich noch so meine Probleme. Schon wieder Probleme, aber diesmal nur technische, keine Cantienica bedingten.
Liebe Grüße
Meta

Susanne N.
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Susanne N. » Mi 17. Jun 2009, 14:20

Hallo Meta
Meta Schroll hat geschrieben: Dauernd muß sie mich und meine Bollermuskeln die halten wie Sau, ( laut Martina) austricksen.
Danke für diesen Lacher am Nachmittag. Das kenne ich. Und warum bloß ist das mit dem Austricksen so schwer? In einem anderen Thread hatte ich es gestern mit Benita vom Sartorius, also der ist bei mir auch grade Thema. :-) Und ja, über die Füße versuch ich ihm auch gerade auf die Schliche zu kommen, dem Biest ... Bei mir will er einfach nicht seinen Job machen, sprich die Oberschenkel nach außen zu drehen. Und die anderen Kraftprotze halten fleißig dagegen, wie schon seit ewigen Jahrzehnten, und lachen sich vermutlich ins Fäustchen ...
Fröhliches Vertikalisieren wünscht
Susanne

Meta Schroll
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Meta Schroll » Mi 17. Jun 2009, 13:39

Liebe Benita,
wollte dir mal sagen, daß du und Cantienica das Beste seit, was der Menschheit seit Samuel Hahnemann vor 200 Jahren wiederfahren ist. Ich nehme nun Privatstunden bei Martina in Olching und nach 2 mal 90 Min sieht manches schon ganz anders aus. Aber es haben sich auch Baustellen aufgetan von denen ich bisher noch nichts wußte. Sitze hier nun mit Ferseninnenkante in den Boden verlängert,
Grundtonus im Bauch und versuche meinen Satorius li. u re. los zulassen, klappt zeitweise auch schon recht gut. Du weißt, welch harte Arbeit das für Martina und mich ist. Dauernd muß sie mich und meine Bollermuskeln die halten wie Sau, ( laut Martina) austricksen. Aber echt genial. Es fühlt sich sooo gut an, daß ich mich dann gleich wieder in den Fliegerücken hängen werde und die bestmögliche Aufspannung will.
Liebe Benita, ganz große Wertschätzung und herzlichen Dank an dich und deine Methode.
Herzlichst
Meta

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Di 16. Jun 2009, 16:06

Liebe Maria

Das ist so schön, was du da schreibst, ich möchte es eigentlich einfach stehen lassen.

Umarmung, Benita

Maria Tesarschik
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Maria Tesarschik » Di 16. Jun 2009, 15:15

Liebe Benita

heute sprudelt's wieder so heftig in mir, dass ich mich freu aber mir auch ein bisschen Vorsicht gebieten will; darf ich die Energie so sprudeln lassen? Ja warum denn nicht, ich will sie doch so sprudeln lassen.

Du hast schon soviele Fragen selbst gestellt und beantwortet (hat sich schon ein Magazin gemeldet? ;-)) und es fällt fast schwer noch a gute Frage zu finden.

aber: Ist das nicht auch bei Dir diese Energiequelle, die Dich vorantreibt, die Dir Deine Ideen schenkt?
Spürst Du es auch so, dass Du mit Deiner Methode wirklich an die Quelle gekommen bist? In der Aufspannung, in der Aufrichtung, in der Aktivierung der innersten Beckenbodenschicht, in der Aufmerksamkeit auf diesen Levator Ani mit all seinen (muskulären) Verknüpfungen kommt der Mensch an die nie versiegende Quelle, an die Lebensquelle, an die Lebensenergie, an die Lebenskraft. Es ist ein Geschenk.

und die Blume darf blühen, aufgerichtet auf einem schlanken langen Stiel erblüht in zarten Farben eine wunderschöne Blüte mit lieblichem Duft

herzlich
Maria

Susanne N.
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Re: Methode oder was?

Beitrag von Susanne N. » Mi 10. Jun 2009, 11:25

Hallo zusammen,
Udo Hessenauer hat geschrieben:
wird aus der Methode CANTIENICA ein Wesensmerkmal, ein Teil der Person.

Das klingt vielleicht ein bischen schwülstig, aber es ist so! Es gibt wenig, was (nach Geburt unserer Kinder) unser Leben so nachhaltig verändert hat wie die Entdeckung von CANTIENICA und Jesper Juul
Ja, den mag ich auch. :-) Ich habe ihn allerdings erst entdeckt (Was Familien trägt), als wir die wesentlichen Weichen bei der Erziehung schon passiert hatten. Macht aber nix, es ist immer schön zu lesen, dass man es wenigstens halbwegs "richtig" gemacht hat.
Ich finde eigentlich auch, dass Cantienica mehr Lebenseinstellung als "einfach nur" Weg oder Methode ist. Ob es ein Teil der Person ist oder irgendwann wird, kann ich (noch) nicht sagen. Ich glaube aber, dass es schon einen bestimmten Blick auf die Welt braucht bzw. die Bereitschaft, sich diesen anzueignen oder ihn zuzulassen, Mut, einen neuen Weg zu gehen und den auch vor sich selber zu vertreten, damit die Methode anlanden und wirken kann. Theoretisch geht es sicher bei jedem und jeder, weil "logische Anatomie" und so. Aber viele Menschen haben eben die üblichen Vorbehalte, und die muss über Bord schmeißen, wer mit C. Erfolg (klingt schon wieder so komisch und utilitaristisch) haben will. Ich glaube, es ist vor allem dieses Über-Bord-Schmeißen alter Vorurteile und fester Überzeugungen, was dann am Wesenskern des Menschen rührt.
Viele Grüße
Susanne

Udo Hessenauer
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Methode oder was?

Beitrag von Udo Hessenauer » Mi 10. Jun 2009, 08:23

Hallo zusammen,
Eva M. Neumann hat geschrieben:igentlich ist Methode schon passend. Kommt aus dem Griechischen und heißt nichts anderes als "mittels eines Weges"... Eine "Methode" gibt also an, welchen Weg man gehen muss, um zu einem Ziel zu gelangen. Doch, finde ich sehr passend ;)
genau das ist der Grund, weshalb Methode zwar passt, aber der ganzen Sache CANTIENICA in ihrer Gesamtheit nicht gerecht wird.
Eine Methode wendet man an, einen Weg geht man. Das entspricht dem methodischen Anteil.
Ich glaube es steht noch viel mehr hinter CANTIENICA und ist weniger methodisch als eine Frage der Einstellung.

Die Methode oder der methodische Anteil bringt die Leute auf den Weg, den sie aber für dauerhaften Erfolg selbst gehen müssen. Man darf sich nicht nur nach CANTIENICA behandeln lassen, man muss die Verantwortung für sich übernehmen. Dann wird aus der Methode CANTIENICA ein Wesensmerkmal, ein Teil der Person.

Das klingt vielleicht ein bischen schwülstig, aber es ist so! Es gibt wenig, was (nach Geburt unserer Kinder) unser Leben so nachhaltig verändert hat wie die Entdeckung von CANTIENICA und Jesper Juul (letzteres ist nur scheinbar Off-Topic, weil es scheinbar immer um Kinder geht!!).

Eine Methode wird angewendet, der Weg wird gegangen. Es ist wesentlich mehr! Obwohl ich mal wieder keinen besseren Begriff finde. ( ist Orbentworb gut Benita ? :)

Viele Grüße
Udo

Eva M. Neumann
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Eva M. Neumann » Di 9. Jun 2009, 20:43

Gemma Mari hat geschrieben:Gemma fragt

Kurze Zwischenbemerkung: Eigentlich trifft das Wort "Methode" nicht zu..... es ist fast Schade, das Wort "Methode" zu verwenden. Auf jeden Fall,
Auch kurze Zwischenbemerkung :)
Eigentlich ist Methode schon passend. Kommt aus dem Griechischen und heißt nichts anderes als "mittels eines Weges"... Eine "Methode" gibt also an, welchen Weg man gehen muss, um zu einem Ziel zu gelangen. Doch, finde ich sehr passend ;)

Gemma Mari
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Gemma Mari » Sa 6. Jun 2009, 21:11

Gemma fragt

Uau liebe Benita!,
diese zwei Beiträge haben mir richtig Spaß gemacht zu lesen ... vielen Dank für dieses Extra, extra Bonus, für dieses Geschenk.
Darf ich den Interview fortfahren? wenn ja:
"Du hast Dein Instinkt, Dein Empfinden, Deine Beobachtungen (mit den Augen eines neugierigen Kindes) und daher Dein breites Wissen zu einer Methode, zu Deiner Methode entwickelt. Kurze Zwischenbemerkung: Eigentlich trifft das Wort "Methode" nicht zu. Denn eigentlich ist das, was wir bei Dir (wieder)lernen die Naturprinzipien, die Grund-, die Logikprinzipien unseres Körpers. Es ist "authentisch", es ist nichts, was der Körper unnatürlich biegt, also, es ist fast Schade, das Wort "Methode" zu verwenden. Auf jeden Fall, hast Du dadurch diese Naturprinzipien an den Menschen weiter geben können und wollen trotz der immer wieder vielen Kritiker und Hindernissen, wie Du schon erwähnt hast....

Und jetzt kommt endlich meine Frage: woher, liebe Benita, hast Du so viel Kraft und so viel würdevolles Selbstvertrauen geholt (von dem wir alle so gut profitieren)? Das hat mich immer fasziniert."
Un abrazo
Gemma


BC: Würdevolles Selbstvertrauen – das ist schön, liebe Gemma. Ich werde darüber nachdenken, ob diese köstliche Eigenschaft auf mich zutrifft. Woher habe ich so viel Kraft ... Habe ich denn so viel Kraft? Es waren von allem Anfang an Menschen da, die mir vertrauten, sich mir anvertrauten, die mit mir auf diese Körperreise kamen. Und es waren von allem Anfang an so viele Erfolgsgeschichten, so viele Selbstheilungen, so viele Verwandlungen von Schmerzen in Wohlgefühl, dass ich gar nicht anders konnte, als weiter machen. Diese gelebten, lebendigen Beweise für meine "intuitive Anatomie" beflügelten mich wohl einfach mehr, als mich die Anfeindungen hinderten.

Ich melde mich noch mal, wenn mir eine bessere Antwort einfällt ... May the force be with us.
Benita

Benita Cantieni
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Re: Interview mit mir selbst

Beitrag von Benita Cantieni » Sa 6. Jun 2009, 20:30

Fragen, Fragen, Fragen

Was ist aus Ihrem Traumberuf, als Sie sechs Jahre alt waren, geworden?
Nichts. Ich wollte als Kind Muttergottes werden. Später probierte ich alles aus, was mich interessierte. Schauspiel (zu viel Lampenfieber), Fernsehmoderatorin (mässig begabt), Journalistin. Im Journalismus machte ich ja dann auch eine Karriere, die von aussen traumhaft anmutete, aus meiner Sicht einfach nur Begabung, Mut, Glück und harte Arbeit bündelte. Ich war sehr gerne Journalistin.

Wer war ihr Vorbild/Idol als Kind?
Ich kann mich nicht erinnern.

Glauben Sie an Bestimmung? Und daran, dass jeder Mensch eine Berufung hat?
In schweren Stunden finde ich das eine tröstliche Vorstellung. Ich kann mir 1000 andere Lebensläufte vorstellen. Vielleicht lebte ich deshalb bis jetzt so intensiv: Möglichst viel Leben und Lernen in meine Tage packen.

Wie „fertig“ ist das Gesamt-Konzept Ihrer CANTIENICA®-Methode?
Immer, wenn mir ein grosser Wurf gelingt, denke ich, das sei es nun. Meist dauert das so lange, bis die ersten Feedbacks von den Trainierenden kommen. Dann entpuppt sich der grosse Wurf als durchaus verbesserungsfähig. Und ich bin wieder zufrieden, denn ich bin gerne unterwegs. Mir gefällt die Idee, nie fertig zu werden mit diesem Projekt "logische Anatomie". Ich arbeite empirisch, mit Menschen, an Menschen, das ist immer auch Versuch und Irrtum.

Welchen Körperteil haben Sie noch nicht optimiert – außer dem Gehirn?
Ich stelle mir in der Tat vor, es müsse möglich sein, die Anteile des Gehirns bewusst zu beeinflussen. Frontallappen entspannen, Amygdala aktivieren und so. Davon bin ich noch entfernt, ob weit oder nicht, das weiss ich erst, wenn ich dort bin. Das stimmt auch für meinen eigenen Körper. Im Moment finde ich mich beweglich und stark, entspannt und aufgespannt, leicht und energetisch. Wenn von alledem noch mehr drin liegt – mir soll's recht sein. Ich würde gerne noch den Schlüssel gegen Besenreiser und Cellulite finden ...

Wie viele % sind noch weisse Flecken für Sie am Mensch?
Jeder Mensch hat seine eigenen weissen Flecken. Haltungs- und Bewegungsmuster, die er selbst nicht wahrnimmt. Oder, wie Gerald Hüther sagt: Wer in einem krummen Haus wohnt, nimmt eines Tages nicht mehr wahr, dass sein Haus krumm ist.

Wie viele Personen haben Sie vor Operationen gerettet?
Uff. Nicht mitgezählt. Bitte melden.

Wann glauben Sie, wird die Schulmedizin sich an der CANTIENICA®-Anatomie orientieren?
Mit meiner Arbeit am Beckenboden habe ich ja schon einen grossen Stein ins Rollen gebracht. Ansonsten: keine Ahnung. Wahrscheinlich erst, wenn das ganze Gesundheits- und Krankenkassensystem zusammengebrochen ist, unfinanzierbar geworden ist. Wenn sich niemand mehr die Behandlung von Arthrosen, Bandscheibenvorfällen, Rundrücken, Flachrücken, Skoliosen, Fussdeformationen etc. leisten kann. Vielleicht rückt dann die Prävention von ihrem jetzigen Stand als leere Worthülse auf Politikeragendas in das Bewusstsein aller Menschen: "Ich kann die Verantwortung für meinen Körper weitgehend selber übernehmen."

Wer sind die Personen mit der meisten Bedeutung in Ihrem Leben für Sie? Warum?
Nicht böse sein, diese Frage ist mir zu persönlich.

Wer hat Sie am meisten beeinflusst?
Ich bin sehr schwer zu beeinflussen. Beeindrucken kann mich praktisch jeder Mensch.

Haben Sie das Gefühl, sich verwirklicht zu haben? Inwieweit liegt das an der Methode?
Sich verwirklichen? Wie geht das? Es gibt Dinge, die kann ich, und es gibt Dinge, die mache ich gern. Treffen sich diese beiden Komponenten, gerate ich schnell und gern in den Fluss des Moments. Und in diesen Momenten fühle ich mich glücklich. Ich habe diese vielzitierten Flow-Erlebnisse beim Spielen, beim Lesen, vor dem Einschlafen, nach dem Aufwachen, beim Laufen, beim Arbeiten, beim Schreiben, ja eigentlich schon beim Atmen. Also fühle ich mich reich beschenkt. Vom Leben. Von der Methode. Von den Umständen. Von mir selbst ....

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