preisunterschiede

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Tina Braun
Beiträge: 1
Registriert: Do 12. Mär 2015, 13:47

Re: preisunterschiede

Beitrag von Tina Braun » Di 24. Mär 2015, 12:34

Liebe Benita,
vielen Dank für die ausführliche und treffende Antwort an Sofia.

Aller Anfang ist schwer: auch ich machte die CANTIENICA®-Methode in unserem Landkreis bekannt. Als ich mit CC-BB anfing, gab ich die Übungen 1: 1 an Patienten in der Praxis für Physiotherapie weiter. Somit hatte ich keinen Einfluß auf den Preis (Privatpatienten zahlen für 40 Min 50,00 EUR). Doch der Wunsch in mir, diese wunderbaren Übungen in Form von Gruppenarbeit zu unterrichten, ließ nicht locker.

Ein Raum wurde gemietet, Spiegelwand u. Stangen angebracht, ein Umkleidebereich abgetrennt, Matten, Kissen, u.s.w. angeschafften… Ihr kennt das ja alle.

Nun musste auch ich mir die Frage der Preisgestaltung stellen. Dafür sollten wir uns alle selbst fragen: „Wie viel sind meine Lektionen wert?“ -> oft entspricht das Ergebnis dann auch dem Stundenpreis……

Ich trainierte ca. 40 km entfernt bei einer Anbieterin mit Goldstatus. Diese Lektionen genoss ich sehr (vielen Dank liebe Cordula)! Es lag schon wegen der Entfernung auf der Hand, dass wir uns wegen Kunden nicht in die Quere kommen werden. Dennoch stand für mich fairerweise fest, dass ich meinen Preis mit ihr besprechen werde und den gleichen Preis verlange. Schließlich wurde ja von ihr auch mühsame Pionierarbeit geleistet.

Mit 2 Bausteinen + Coaching fing ich an, meine Kenntnisse an Gruppen weiterzugeben. Mit stetigem Zuwachs trotz Preis und Pionierarbeit. Nach ca. eine weiteren Jahr wurden die Kurse als Präventionskurse von den gesetzlichen Krankenkassen anerkannt und meine Kunden erhielten von nun an einmal pro Jahr einen geringen Zuschuss.

Mittlerweile gibt es weitere CANTIENICA®-Instruktoren in meiner Nähe. Ich denke, wenn wir miteinander arbeiten und es zu einem harmonischen „ZUSAMMEN“ kommt, können wir und unsere Kunden ausschließlich davon profitieren.

Vielen Dank an die „Goldies“, die mir schon so oft mit Rat und Tat zur Seite standen – einfach Weltklasse!

Liebe Grüße
Tina Braun

Maria Tesarschik
Beiträge: 175
Registriert: Do 26. Feb 2009, 21:35

Re: preisunterschiede

Beitrag von Maria Tesarschik » Do 19. Mär 2015, 21:37

....

"Und es ist den Kund/innen überlassen, ob sie es lieber schmuddelig und
günstig haben oder für ein gepflegtes Studio etwas mehr auszugeben
bereit sind.

Dieser Wettbewerb spielt mehrheitlich und ziemlich
reibungslos. Paradebeispiel ist Berlin. Die Stadt weist die höchste
"Cantienicadichte" aus, und die Kolleg/innen unterstützen sich
gegenseitig, tauschen Erfahrungen und auch Kund/innen aus.

Kommen
wir zu den Dumpingangeboten. Da gibt es Frauen, die finden, ihr Mann
verdiene doch mehr als genug, sie möchten einfach Gutes tun und
interessierten Menschen die Wohltaten der CANTIENICA®-Methode möglichst
günstig anbieten. Das finde ich ehrenvoll, doch eigentlich nicht korrekt
den Kolleg/innen gegenüber, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen
(wie ich zum Beispiel)."
...



Liebe Benita,
liebe Sofia
es gibt sicher viele qualifizierte
CANTIENICA®-Trainerinnen in Deutschland, die sich bemühen selbst um die
Runden zu kommen aber nicht unbedingt die KundInnen zu sehr mit hohen
Preisen strapazieren möchten.
Die CANTIENICA®-Methode ist leider
immer noch nicht so gut bekannt in Deutschland, dass sie allgemein
als therapeutische Methode anerkannt ist und so machen wir
CANTIENICA®-Trainerinnen immer noch Pionier-Arbeit.
Liebe Grüße, Maria Tesarschik
www.bewusstaufrecht.de
P.S. bin jetzt nicht sicher wie die Zitier-Funktion funktioniert

Benita Cantieni
Beiträge: 2783
Registriert: Do 22. Jan 2009, 08:07
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Re: preisunterschiede

Beitrag von Benita Cantieni » Fr 13. Mär 2015, 15:14

Liebe Sofia

Sie sprechen da ein delikates Thema an, und ich muss ein bisschen ausholen.

Es ist so, dass in der Europäischen Union keine Preisabsprachen gemacht werden dürfen. Es ist auch untersagt, Preisempfehlungen abzugeben. So wollen es die Wettbewerbsvorschriften.

Nun ist das mit Produkten kein Problem. Wer einen Tisch für 600 Franken einkauft und für 400 Franken verkauft, ist ganz schnell pleite. Der Verkaufspreis muss über dem Einkaufspreis liegen, wenn der Verkäufer Gewinn machen will.

Dienstleistungen, und nichts anderes ist die CANTIENICA®-Methode, können sehr unterschiedlich aufgefasst werden.

Es gibt einige hundert Frauen und Männer, die sich die CANTIENICA®-Ausbildungen leisten, um damit Menschen Gutes zu tun und ebenfalls davon ihren eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten. Unter diesen Anbieter/innen besteht ein Konsens der Fairness. Im gleichen Einzugsgebiet werden die Preise vergleichbar gestaltet. Es spielt eine Rolle, welchen Ausbildungsstatus die Instruktor/innen haben (Bronze, Silber, Gold), wie das Umfeld aussieht, in dem unterrichtet wird (Spiegel, Stangen, Matten, Garderoben, Duschen, Hilfsmittel wie Gymnastikbälle, Therabänder, Ballone, Polster, Kissen). Die Erreichbarkeit (Mietzins), die Sauberkeit, die Flexibilität des Stundenplanes – das alles beeinflusst den Preis. Und es ist den Kund/innen überlassen, ob sie es lieber schmuddelig und günstig haben oder für ein gepflegtes Studio etwas mehr auszugeben bereit sind.

Dieser Wettbewerb spielt mehrheitlich und ziemlich reibungslos. Paradebeispiel ist Berlin. Die Stadt weist die höchste "Cantienicadichte" aus, und die Kolleg/innen unterstützen sich gegenseitig, tauschen Erfahrungen und auch Kund/innen aus.

Kommen wir zu den Dumpingangeboten. Da gibt es Frauen, die finden, ihr Mann verdiene doch mehr als genug, sie möchten einfach Gutes tun und interessierten Menschen die Wohltaten der CANTIENICA®-Methode möglichst günstig anbieten. Das finde ich ehrenvoll, doch eigentlich nicht korrekt den Kolleg/innen gegenüber, die ihren Lebensunterhalt verdienen müssen (wie ich zum Beispiel).

Es gibt Menschen, die einen Brotberuf haben, zum Beispiel Beamter oder Beamtin sind, Lehrer/innen, festangestellte Physiotherapeuten, die in diesem angestammten Beruf mehr als genug verdienen und die CANTIENICA®-Methode als eine Art Hobby betreiben. Kürzlich hörte ich das Argument, die Person dürfe als Beamtin im Ruhestand nicht mehr als € 2000 im Jahr durch Nebenerwerb verdienen, denn dann könnte sie die Pension verlieren. Deshalb müsse sie CANTIENICA®-Training zum Tiefstpreis ausschreiben.

Das sind, aus der subjektiven Sicht der Argumentierenden, durchaus gute Argumente, dennoch bringen sie mich zuweilen auf die Palme, vor allem, wenn diese Person jetzt jener Person direkt in der Nachbarschaft Konkurrenz macht, bei der sie die Methode kennen- und lieben lernte.

Solche Erfahrungen waren der Grund, weshalb ich das Stufensystem Bronze, Silber, Gold und den CANTIENICA®-Qualitätsclub einführte. Wer über Jahre immer wieder Geld in weitergehende Ausbildungen investiert (durchschnittlich dauert es sieben Jahre, bis jemand den CANTIENICA®-Goldstatus erreicht), der weiss mehr, kann mehr, bietet mehr.(Damit sage ich nicht, der Mensch sei „besser“ oder cantienicabegabter, doch kann er mehr, weiss er mehr, bietet er mehr.)

Sie haben also die Wahl. Wählen Sie Lektionen bei einer Instruktorin, einem Instruktor mit Goldstatus, so liegt es in der Sache, dass die Preise höher sind als bei jemandem mit nur einem Grundbaustein.

Ausprobieren und selber entscheiden. Das ist die Empfehlung, die ich geben kann. – Es zeigt die Erfahrung, dass Anbieter/innen mit nur einem CANTIENICA®-Grundbaustein ohne Qualitätsstandard über kurz oder lang wieder vom Markt verschwinden. Die Gold-Anbieter/innen, die aus der CANTIENICA®-Methode ihren vollwertigen und abspruchsvollen  Beruf machen, werden immer besser – wie die Methode selbst. Und das spricht sich gottseidank herum.

Sofia, ich danke Ihnen für die Geduld und für die Möglichkeit, das zu erklären. Von den CANTIENICA®-Qualitätsclubmitgliedern erhoffe ich mir eine lebhafte Diskussion.

Herzlich, BC

sofia t.
Beiträge: 1
Registriert: Fr 13. Mär 2015, 13:49

preisunterschiede

Beitrag von sofia t. » Fr 13. Mär 2015, 13:54

liebe frau cantieni

ich besuche in mitteldeutschland regelmäßig lektionen in einem cantienica-studio. da bezahle ich für 10 lektionen € 200. nun berichtet mir eine freundin, dass sie im nachbardorf 10 mal für € 50 trainiert. das ist ein großer preisunterschied für das identische produkt. können sie mir erklären, wie es zu solchen preisunterschieden kommen kann?

bitte nicht als kritik verstehen. ich liebe ihre methode und bin dankbar für ihre pionierarbeit. auch bin ich mit meiner instruktorin sehr zufrieden. ich möchte argumentieren können, wenn mich die freundin nach den unterschieden fragt.

allerbeste grüße, sofia

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