Live Stream Lektionen - Ein Resümee

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NiLo
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Live Stream Lektionen - Ein Resümee

Beitrag von NiLo » Sa 11. Apr 2020, 14:19

Liebe Forumgemeinschaft, liebe Benita

Seit gut drei Wochen habe ich gezwungennermassen mein geliebtes Studio-Training durch Cantienica-Live-Stream-Lektionen vor dem Computerbildschirm eingetauscht.

Nun ist es Zeit für ein Resümee. Und dies mag ich gern mit euch teilen, weil ...
Ich bin begeistert.
Ich konnte es mir erst nicht vorstellen, aber die Zoom-Lektionen sind eine wahrhaftige Alternative zum realen Training im Studio.

Zugegeben, es war schon etwas Aufwand. Ich musste mich erst mit der Situation arrangieren, mich organisieren und schliesslich... darauf einlassen.
Ich brauchte einen geeigneten Raum mit Platz für die Matte. Diese galt es in weiterer Entfernung so ein- und auszurichten, dass die Kamera vom Laptop idealerweise das gesamte Körperprofil in jeder Cantienica-Position einzufangen vermochte. Das war schon die erste Herausforderung, denn alte Häuser haben kleine Räume. Dann musste eine helle Lampe her für die Lektionen am Abend und mindestens ein grösserer Spiegel. Jetzt kann ich die "Glüh-Sonne" zu jeder Tages- und Nachtzeit im Schlafzimmer scheinen lassen :-)))
Die weitaus grössere Challenge für mich aber war, meine Hemmungen und Kamerascheu zu überwinden. Da kann ich mich manchmal echt dämlich anstellen.
Doch was hatte ich denn zu verlieren?

Nach einem Wochenende reiflicher Überlegung sprang ich dann schliesslich doch über meinen Schatten und probierte es einfach aus.

Das erste Mal fühlte sich noch komisch und gewöhnungsbedürftig an, auch weil ich die Instruktorin nicht kannte. Doch ihre Tiefenentspanntheit übertrug sich in Windeseile auf mich. Und so war es dann beim zweiten Versuch nur noch halb so schlimm und schon fast normal. (Danke Anja.)

Ich entdecke stets neue positive Aspekte an diesen Live Streams. Here they are:

1. Der grösste Vorteil: Ich kann mich hunterprozentig auf mich selbst und meinen Körper konzentrieren. Ein grandiose Übung für meine verbesserungswürdige Wahrnehmungsfähigkeit. Das findet er ganz wunderbar und ist dankbar, mein schlauer Körper. Im Studio lasse ich mich schnell ablenken. Ich habe da so einen geheimen Vergleichungs-Drang und muss immer gucken, was die anderen besser können. Der wurde zwangsläuftig stillgelegt. Das bringt Ruhe ins System. Und innere Gelassenheit.

2. Punkt 1 ist nicht ganz korrekt formuliert: Gucken kann ich trotzdem noch. Doch auf dem kleinen Bildschirm findet gerade mal die Instruktorin (zur Vereinfachung verwende ich die weibliche Form) Platz. Sie macht die Positionen teilweise vor. Und das ist ganz wunderbar, weil die rein auditive Aufnahme für Tagträumer wie mich zuweilen schwierig zu bewältigen ist.

3. Das Anleitungs-Tempo ist ein etwas langsameres als in den Studio-Lektionen. Wahrscheinlich, weil die Instruktorin mehrere Leute im Auge haben und verbal coachen muss. Prima. Das gibt mir Zeit, um die Positionen zu überprüfen und tiefgreifender zu erfühlen.

4. Zuhause kann ich mir all jene Hilfsmittel, die mir gewisse Positionen erleichtern, oder erst möglich machen, griffbereit hinlegen und jederzeit anwenden. (Danke Tamara für den Tipp.). Es wird dabei niemand in seinem Platz beschränkt oder sonstwie gestört. Und das Beste überhaupt: Keiner sieht's... ausser der Instruktorin. (Noch so'n unsinniges "Hemm-Thema").

5. Jeder profitiert von jedem. Wenn es heisst: "Helen, die Schultern loslassen", "Marie, der Blick geht gerade aus", "Konrad, das Brustbein zum Kinn ziehen", "Walter, den Rücken noch länger machen" etc. pp., dann überprüfe ich automatisch meine eigenen hochgezogenen Schultern, den rumstreifenden Blick, das eingezogene Brustbein, meinen hoffentlich langen Rücken. So entsteht irgendwie ein einmaliges Gemeinschaftsgefühl über die Distanz hinweg... von Wohnzimmer zu Wohnzimmer. Herrlich!

6. Ich spare Zeit (statt drei Stunden für ein Trainngslektion brauche ich jetzt noch eine). Und Kraftstoff. Was ja auch wieder der Umwelt zugute kommt.
Obwohl ich die Autofahrten vermisse... und den See... und das schöne Studio... und die geselligen Garderoben-Gespräche... und besonders die kundigen Coaching-Hände der liebgewonnen Instruktoren/innen.

7. Meine Motivation ist deutlich erhöhrt, als wenn ich für mich alleine trainiere. Weil ich mich anmelden muss, und so einen Termin habe. Und weil andere mittrainieren. Und weil ich bei Cantienica einfach das Coaching (auch das verbale) am Liebsten mag.

So zu sagen: Live Stream Lektionen = Quadratisch, praktisch, gut.
Stimmt. Blöder Werbesloagen. Aber er hängt mir gerade im Ohr und passt irgendwie ganz gut hierhin.

Einen herzlichen Dank an die couragierten Instruktoren/innen, die innovativen Drahtzieher dahinter, die engagierten Technikfreaks, die dies überhaupt möglich machen und die eifrigen Mit-Trainierenden, die einen Einblick in ihren Wohnbereich gestatten.

Frohe Ostern, bleibt alle gesund und positiv.

Freistreamende Grüsse
NiLo


P.S.: Nein, LS-Lektionen sind kein Ersatz für mich, aber eine gute Alternative... und ein wertvoller Trost für meinen Körper. Gerade jetzt ist "dranbleiben" so essentiell.

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